Fettstoffwechselstörungen – Ärztliche Betreuung & Therapie
Fettstoffwechselstörungen betreffen die Zusammensetzung der Blutfette, insbesondere Cholesterin und Triglyzeride. Sie verlaufen häufig lange Zeit ohne Beschwerden, erhöhen jedoch das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen deutlich. Eine ärztliche Betreuung ist daher wichtig, um erhöhte Werte zu erkennen, richtig einzuordnen und gezielt zu behandeln.
In meiner Ordination in Linz betreue ich Patientinnen und Patienten mit Fettstoffwechselstörungen. Die Betreuung umfasst die Diagnostik erhöhter Blutfettwerte, die medikamentöse Therapie sowie die regelmäßige Verlaufskontrolle und Anpassung der Behandlung.
Was sind Fettstoffwechselstörungen?
Bei Fettstoffwechselstörungen sind einzelne oder mehrere Blutfettwerte erhöht. Dazu zählen vor allem:
- Gesamtcholesterin
- LDL-Cholesterin
- Triglyzeride
Für die Beurteilung des Risikos ist nicht nur der absolute Cholesterinwert entscheidend, sondern das gesamte individuelle Risikoprofil.
Warum sind erhöhte Cholesterin- und Triglyzeridwerte relevant?
Erhöhte Blutfettwerte fördern die Entstehung von Arteriosklerose. Dabei lagern sich Fett- und Kalkbestandteile in den Gefäßwänden ab, was zu einer Verengung der Blutgefäße führen kann.
Dadurch steigt das Risiko für:
- koronare Herzkrankheit
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Durchblutungsstörungen der Beine
Fettstoffwechselstörungen stellen daher einen wesentlichen kardiovaskulären Risikofaktor dar, auch wenn keine Beschwerden bestehen.
Ärztliche Betreuung bei Fettstoffwechselstörungen
Fettstoffwechselstörungen erfordern eine regelmäßige ärztliche Betreuung. Ziel ist es, das individuelle Risiko einzuschätzen, geeignete Zielwerte festzulegen und diese langfristig zu erreichen.
Der Schwerpunkt der Betreuung richtet sich nach:
- dem Ausmaß der erhöhten Cholesterin- oder Triglyzeridwerte
- dem Vorliegen weiterer Risikofaktoren (z. B. Bluthochdruck, Diabetes)
- familiärer Vorbelastung
- bereits bestehenden Herz- oder Gefäßerkrankungen
- der bisherigen Therapie und deren Verträglichkeit
Welche Untersuchungen sind bei Fettstoffwechselstörungen besonders wichtig?
Im Rahmen der Betreuung stehen zunächst die genaue Diagnostik und die Verlaufskontrolle der Blutfettwerte im Vordergrund. Diese bilden die Grundlage für therapeutische Entscheidungen.
Je nach Fragestellung können unter anderem folgende Untersuchungen durchgeführt werden:
- ausführliche Anamnese und klinische Untersuchung
- Laborkontrollen mit Bestimmung von
- Gesamtcholesterin
- LDL- und HDL-Cholesterin
- Triglyzeriden
- gegebenenfalls Lipoprotein(a)
- Blutzucker bzw. HbA1c
- Nierenwerte
- Leberwerte zur Therapiekontrolle
Die erhobenen Laborwerte dienen der Einschätzung des Risikos und der sicheren Steuerung der medikamentösen Behandlung.
Medikamentöse Therapie bei Fettstoffwechselstörungen
Die medikamentöse Therapie ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung bei Fettstoffwechselstörungen. Ziel ist es, insbesondere den LDL-Cholesterinwert zu senken und dadurch das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen zu reduzieren.
Im Rahmen der Betreuung wird:
- die bestehende Medikation überprüft
- die Zielwerterreichung beurteilt
- die Verträglichkeit der Medikamente berücksichtigt
- die Therapie bei Bedarf angepasst oder erweitert
In vielen Fällen ist eine langfristige medikamentöse Behandlung notwendig, um stabile Zielwerte zu erreichen und aufrechtzuerhalten.
Lebensstil und zusätzliche Risikofaktoren
Neben der medikamentösen Therapie spielen auch Lebensstilfaktoren eine Rolle. Dazu zählen unter anderem Ernährung, Bewegung und Körpergewicht. Auch Rauchen, Diabetes und Bluthochdruck beeinflussen das kardiovaskuläre Risiko zusätzlich.
Die Behandlung von Fettstoffwechselstörungen erfolgt daher häufig als Kombination aus medikamentöser Therapie und allgemeinen Maßnahmen.
Fettstoffwechselstörungen und Herzvorsorge
Da erhöhte Cholesterin- und Triglyzeridwerte das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen erhöhen, kann ergänzend eine kardiologische Vorsorgeuntersuchung sinnvoll sein. Art und Umfang richten sich nach dem individuellen Risikoprofil und dem bisherigen Verlauf.
Je nach Fragestellung können dabei Untersuchungen wie Ruhe-EKG, Echokardiographie oder ein Belastungs-EKG zur weiteren Risikoabschätzung eingesetzt werden. Je nach Fragestellung können dabei Untersuchungen wie Ruhe-EKG, Echokardiographie oder ein Belastungs-EKG (Ergometrie) zur weiteren Risikoabschätzung eingesetzt werden.
Häufige Fragen zu Fettstoffwechselstörungen
Ab wann sind Cholesterinwerte zu hoch?
Ob Cholesterinwerte behandlungsbedürftig sind, hängt nicht nur vom Laborwert, sondern vom gesamten Risikoprofil ab. Zielwerte werden individuell festgelegt.
Muss ich Medikamente dauerhaft einnehmen?
Fettstoffwechselstörungen sind häufig chronisch. In vielen Fällen ist eine langfristige medikamentöse Therapie erforderlich, um das Risiko für Folgeerkrankungen zu senken.
Reicht eine Ernährungsumstellung aus?
Bei leichten Erhöhungen kann eine Anpassung des Lebensstils ausreichend sein. Bei erhöhtem Risiko oder deutlich erhöhten Werten ist meist eine medikamentöse Therapie notwendig.
Was sind Triglyzeride?
Triglyzeride sind Blutfette, deren Erhöhung ebenfalls mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko verbunden sein kann und entsprechend berücksichtigt wird.
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