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Stent-Kontrolle in Linz
Eine Stentimplantation dient dazu, verengte Herzkranzgefäße zu erweitern und die Durchblutung des Herzmuskels zu verbessern. Auch nach einer erfolgreichen Behandlung ist eine regelmäßige kardiologische Kontrolle sinnvoll. Ziel der Stent-Kontrolle ist es, den klinischen Verlauf zu beurteilen, mögliche Beschwerden frühzeitig zu erkennen und die medikamentöse Therapie zu überprüfen.
Vor Ihrem Termin
- Nicht nüchtern Sie können vorher normal essen und trinken.
- Medikamente wie gewohnt Blutverdünner auf keinen Fall absetzen.
- Stentpass und Entlassungsbrief vom Spital, in dem der Stent gesetzt wurde.
- Medikamentenliste und Vorbefunde mit Dosierung, dazu EKG, Herzultraschall, Laborwerte.
- Bequeme Kleidung und Sportschuhe, falls ein Belastungs-EKG geplant ist.
- Etwa 45 Minuten Keine Überweisung nötig. Versicherungskarte mitbringen.
In meiner kardiologischen Ordination in Linz führe ich Verlaufskontrollen nach Stentimplantation durch. Diese erfolgen unabhängig davon, ob die Stentimplantation im Rahmen eines Herzinfarkts oder bei stabiler koronarer Herzkrankheit durchgeführt wurde.
Warum sind Kontrollen nach einer Stentimplantation wichtig?
Ein Stent behandelt eine bestehende Engstelle in einem Herzkranzgefäß, beseitigt jedoch nicht die zugrunde liegende Gefäßerkrankung. Die koronare Herzkrankheit kann auch nach einer Stentimplantation fortschreiten oder sich an anderen Gefäßabschnitten bemerkbar machen.
Regelmäßige kardiologische Kontrollen nach einer Stentimplantation dienen dazu,
- den aktuellen klinischen Zustand zu beurteilen
- mögliche neue oder wiederkehrende Beschwerden frühzeitig zu erkennen
- die Herzfunktion zu kontrollieren
- die Wirksamkeit und Verträglichkeit der medikamentösen Therapie zu überprüfen
- das Risiko weiterer kardiovaskulärer Ereignisse zu reduzieren
Wann sollte eine Stent-Kontrolle erfolgen?
Der Zeitpunkt und die Häufigkeit der Kontrollen nach einer Stentimplantation richten sich nach dem individuellen Verlauf. Einflussfaktoren sind unter anderem der Grund für die Stentimplantation, bestehende Begleiterkrankungen sowie das aktuelle Beschwerdebild.
Als Orientierung erfolgt die erste ambulante kardiologische Kontrolle in der Regel etwa 2 bis 6 Wochen nach dem Eingriff. Dabei wird überprüft, ob Beschwerden bestehen, wie sich die Herzfunktion darstellt und ob die medikamentöse Therapie gut vertragen wird.
Weitere Kontrollen erfolgen häufig nach etwa 3 bis 6 Monaten. Bei stabilem Verlauf und unauffälligen Befunden sind anschließend regelmäßige, meist jährliche Kontrollen ausreichend.
Unabhängig von geplanten Kontrollterminen sollte eine zeitnahe kardiologische Abklärung erfolgen, wenn neue oder zunehmende Beschwerden auftreten.
Welche Untersuchungen werden bei der Stent-Kontrolle durchgeführt?
Welche Untersuchungen im Rahmen einer Stent-Kontrolle sinnvoll sind, wird individuell festgelegt. Nicht alle Untersuchungen sind bei jeder Kontrolle notwendig.
Je nach Fragestellung können unter anderem folgende Untersuchungen durchgeführt werden:
- ausführliche Anamnese und klinische Untersuchung
- Ruhe-EKG
- Echokardiographie (Herzultraschall)
- Belastungs-EKG (Ergometrie)
- 24-Stunden-Blutdruckmessung
- Langzeit-EKG bei Verdacht auf Herzrhythmusstörungen
- gegebenenfalls Laborkontrolle (Blutuntersuchung), z. B. Blutfettwerte (Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin, Triglyzeride), Blutzucker bzw. HbA1c sowie Nierenwerte zur Verlaufskontrolle unter medikamentöser Therapie
Die Untersuchungen dienen der Beurteilung der Herzfunktion und der allgemeinen kardiovaskulären Situation.
Häufige Fragen nach einer Stentimplantation
Kann ein Stent wieder zugehen?
In seltenen Fällen kann es zu einer erneuten Einengung im Bereich des Stents kommen. Regelmäßige Kontrollen und die konsequente Einnahme der verordneten Medikamente tragen dazu bei, dieses Risiko zu reduzieren.
Ist Herzstolpern nach einer Stentimplantation normal?
Herzstolpern oder ein unregelmäßiger Herzschlag können auftreten und sollten kardiologisch abgeklärt werden, insbesondere wenn sie neu auftreten oder zunehmen.
Wie lange muss ich nach einer Stentimplantation Medikamente einnehmen?
Die medikamentöse Therapie, insbesondere die Blutverdünnung, ist ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung nach einer Stentimplantation. Dauer und Zusammensetzung der Therapie werden im Rahmen der Nachkontrollen regelmäßig überprüft.
Wann darf ich mich wieder körperlich belasten?
Alltägliche Aktivitäten sind meist rasch wieder möglich. Eine Steigerung der körperlichen Belastung sollte schrittweise erfolgen. Intensivere körperliche Belastungen oder sportliche Aktivitäten sollten erst nach kardiologischer Beurteilung, gegebenenfalls mittels Belastungs-EKG, erfolgen.
Leben mit Stent
Nach einer Stentimplantation tauchen im Alltag viele Fragen auf. Die wichtigsten beantworte ich hier in Kurzform. Was im Einzelfall gilt, klären wir bei der Kontrolle in der Ordination.
Welche körperliche Belastung ist nach einem Stent erlaubt?
In den ersten Tagen nach dem Eingriff sollte die Einstichstelle am Handgelenk oder in der Leiste geschont werden: kein schweres Heben, kein Pressen. Danach ist Bewegung ausdrücklich erwünscht. Spazierengehen, Radfahren in der Ebene und leichte Hausarbeit sind meist nach ein bis zwei Wochen möglich. Ausdauersport, Krafttraining und Wettkampfsport sollten erst nach einer kardiologischen Beurteilung, idealerweise mit Belastungs-EKG, schrittweise aufgenommen werden. Nach einem Herzinfarkt ist eine Herzrehabilitation der beste Einstieg.
Wie ist die Lebenserwartung mit einem Stent?
Der Stent selbst verkürzt die Lebenserwartung nicht. Entscheidend ist der Verlauf der zugrunde liegenden koronaren Herzkrankheit. Wer die Medikamente zuverlässig einnimmt, nicht raucht, sich regelmäßig bewegt und Blutdruck, Blutfette und Blutzucker gut einstellen lässt, hat gute Aussichten auf eine normale Lebenserwartung.
Wie viele Stents kann ein Herz haben?
Dafür gibt es keine feste Obergrenze. Mehrere Stents in verschiedenen Gefäßabschnitten sind nicht ungewöhnlich. Ob ein weiterer Stent oder eine Bypass-Operation sinnvoller ist, hängt von der Lage und Anzahl der Engstellen ab und wird im Herzkatheterlabor beurteilt.
Kann ein Stent verrutschen?
Nein. Der Stent wird beim Einsetzen mit hohem Druck in die Gefäßwand gepresst und wächst innerhalb weniger Wochen in die Gefäßinnenhaut ein. Danach ist er fest verankert. Auch Sport, Erschütterungen oder Druck auf den Brustkorb können ihn nicht verschieben.
Kann ein Stent wieder verstopfen?
Selten. Zwei Mechanismen sind möglich: In den ersten Monaten kann sich ein Blutgerinnsel im Stent bilden (Stentthrombose). Dagegen schützt die konsequente Einnahme der blutverdünnenden Medikamente. Später kann die Gefäßinnenhaut im Stent nachwachsen und eine erneute Engstelle bilden (In-Stent-Restenose). Mit modernen medikamentenbeschichteten Stents ist das selten geworden. Neue oder wiederkehrende Beschwerden sollten in beiden Fällen rasch abgeklärt werden.
Darf ich mit einem Stent Auto fahren und fliegen?
Autofahren ist nach einem unkomplizierten Eingriff meist nach wenigen Tagen wieder möglich, nach einem Herzinfarkt gelten längere Fristen. Flugreisen sind in der Regel nach etwa zwei Wochen unbedenklich, sofern keine Beschwerden bestehen. Besprechen Sie längere Reisen bei der ersten Kontrolle, und nehmen Sie den Stentpass sowie die Medikamentenliste mit.
Darf ich mit einem Stent ins MRT?
Ja. Moderne Koronarstents sind MRT-tauglich. Informieren Sie das MRT-Institut trotzdem vorab und bringen Sie den Stentpass mit.
Muss ich die Blutverdünnung ein Leben lang nehmen?
Die Kombination aus zwei Plättchenhemmern (meist Aspirin und ein zweites Medikament) wird üblicherweise für sechs bis zwölf Monate eingenommen, in manchen Fällen kürzer oder länger. Danach bleibt meist ein Medikament dauerhaft. Setzen Sie die Medikamente nie eigenmächtig ab, auch nicht vor Zahnbehandlungen oder Operationen, sondern halten Sie Rücksprache.
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