Herzschwäche (Herzinsuffizienz) – Betreuung in Linz
Bei einer Herzschwäche pumpt das Herz nicht mehr genug Blut, um den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen, oder es kann sich nicht mehr richtig mit Blut füllen. Die Folgen sind Atemnot, Leistungsabfall und Wassereinlagerungen. Herzschwäche ist eine chronische Erkrankung, die sich mit heutigen Medikamenten gut behandeln lässt. Entscheidend sind eine frühe Diagnose, eine konsequent aufgebaute Therapie und regelmäßige Kontrollen.
In meiner Ordination in Linz kläre ich den Verdacht auf Herzschwäche ab, stelle die medikamentöse Therapie ein und begleite Sie langfristig. Die Betreuung erfolgt in Abstimmung mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt und, falls nötig, mit dem Klinikum Wels-Grieskirchen.
Typische Beschwerden
- Atemnot bei Belastung, später auch in Ruhe oder im Liegen
- nächtliches Aufwachen mit Atemnot, Bedürfnis, erhöht zu schlafen
- geschwollene Knöchel und Unterschenkel
- rasche Gewichtszunahme durch Wassereinlagerung
- Müdigkeit, Leistungsabfall, rasche Erschöpfung
- häufiges nächtliches Wasserlassen
- Herzrasen oder Herzstolpern
Viele dieser Beschwerden werden anfangs dem Alter oder mangelnder Fitness zugeschrieben. Wer bei gewohnten Tätigkeiten plötzlich außer Atem kommt, sollte das abklären lassen.
Ursachen
Herzschwäche ist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge einer Schädigung des Herzens. Die häufigsten Ursachen sind:
- koronare Herzkrankheit und früherer Herzinfarkt
- langjähriger, unzureichend behandelter Bluthochdruck
- Herzklappenfehler
- Herzrhythmusstörungen, insbesondere Vorhofflimmern
- Erkrankungen des Herzmuskels (Kardiomyopathien), Herzmuskelentzündung
- Diabetes, Übergewicht, Schlafapnoe und übermäßiger Alkoholkonsum als begünstigende Faktoren
Die Ursache zu kennen ist wichtig, weil sie oft selbst behandelbar ist, etwa durch die Behandlung einer Engstelle am Herzkranzgefäß oder eines Klappenfehlers.
Diagnostik
- Herzultraschall: die zentrale Untersuchung. Er misst die Pumpfunktion (Ejektionsfraktion), beurteilt Herzklappen, Wanddicke und Füllungsdrücke und unterscheidet die Formen der Herzschwäche.
- Ruhe-EKG: Hinweise auf Infarktnarben, Rhythmusstörungen oder Leitungsstörungen.
- Laborkontrolle: der Blutwert NT-proBNP zeigt die Belastung des Herzens an und eignet sich zum Ausschluss und zur Verlaufskontrolle. Dazu Nierenwerte, Elektrolyte, Blutbild, Schilddrüse und Eisenstatus.
- Langzeit-EKG bei Verdacht auf Rhythmusstörungen.
- Belastungs-EKG zur Beurteilung der Belastbarkeit und der Durchblutung.
- 24-Stunden-Blutdruckmessung bei Bluthochdruck als Ursache.
- Weitere Untersuchungen wie Herzkatheter oder Herz-MRT organisiere ich am Klinikum Wels-Grieskirchen.
Behandlung
Die medikamentöse Therapie der Herzschwäche hat sich in den letzten Jahren stark verbessert. Bei eingeschränkter Pumpfunktion werden heute vier Medikamentengruppen kombiniert, die das Herz entlasten, den Umbau des Herzmuskels bremsen und nachweislich Spitalsaufenthalte verhindern und das Leben verlängern. Die Dosis wird schrittweise gesteigert, mit Kontrollen von Blutdruck, Puls und Nierenwerten. Entwässernde Medikamente lindern Wassereinlagerungen und Atemnot.
Dazu kommt die Behandlung der Ursache und der Begleiterkrankungen: Bluthochdruck, Vorhofflimmern, Eisenmangel, Schlafapnoe und Diabetes. Bei bestimmten Befunden ist eine Gerätetherapie sinnvoll, etwa ein spezieller Schrittmacher zur Synchronisation der Herzkammern oder ein Defibrillator. Diese Eingriffe erfolgen im Spital, die Nachsorge in der Ordination.
Was Sie selbst tun können
- Täglich wiegen, morgens nach dem Toilettengang. Eine Zunahme von mehr als zwei Kilogramm in drei Tagen bedeutet Wassereinlagerung und sollte gemeldet werden.
- Salz sparsam verwenden, auf stark gesalzene Fertigprodukte verzichten.
- Trinkmenge nach ärztlicher Empfehlung, meist etwa eineinhalb bis zwei Liter pro Tag.
- Regelmäßige Bewegung in moderatem Tempo, zum Beispiel tägliches Gehen. Bewegung verbessert die Belastbarkeit, auch bei Herzschwäche.
- Nicht rauchen, Alkohol nur in kleinen Mengen.
- Impfungen gegen Grippe, Pneumokokken und COVID-19, weil Infekte eine Herzschwäche verschlechtern können.
- Medikamente nicht eigenmächtig absetzen, auch nicht, wenn es Ihnen besser geht. Die Besserung ist die Wirkung der Medikamente.
Verlaufskontrolle
Nach der Einstellung der Therapie sind Kontrollen zunächst alle paar Wochen nötig, später meist alle drei bis sechs Monate. Dabei werden Beschwerden, Gewicht, Blutdruck, Laborwerte und in regelmäßigen Abständen der Herzultraschall überprüft. Ziel ist, eine Verschlechterung früh zu erkennen und Spitalsaufenthalte zu vermeiden.
Häufige Fragen zur Herzschwäche
Ist eine Herzschwäche heilbar?
Die Erkrankung ist chronisch, aber behandelbar. Mit konsequenter Therapie bessert sich die Pumpfunktion bei vielen Betroffenen deutlich, manchmal bis in den Normalbereich. Die Medikamente müssen dann trotzdem weiter eingenommen werden.
Wie ist die Lebenserwartung mit Herzschwäche?
Das hängt stark von Ursache, Schweregrad und Therapie ab. Mit den heutigen Medikamenten und regelmäßiger Betreuung ist die Prognose deutlich besser als noch vor wenigen Jahren. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser.
Darf ich mit Herzschwäche Sport machen?
Ja, in angepasster Form. Regelmäßige moderate Bewegung ist Teil der Behandlung. Welche Belastung für Sie passt, legen wir gemeinsam fest, bei Bedarf mit einem Belastungs-EKG. Eine Herzsport-Gruppe oder eine Rehabilitation ist ein guter Einstieg.
Was bedeutet die Ejektionsfraktion?
Die Ejektionsfraktion (EF) gibt an, wie viel Prozent des Blutes die linke Herzkammer pro Schlag auswirft. Normal sind Werte über 50 bis 55 Prozent. Es gibt aber auch eine Herzschwäche mit erhaltener Pumpfunktion, bei der das Herz sich nicht gut füllt. Sie wird im Herzultraschall mit anderen Messwerten erkannt.
Brauche ich eine Überweisung?
Nein. Als Wahlarzt kann ich Sie ohne Überweisung untersuchen. Die Honorarnote können Sie bei der Krankenkasse zur teilweisen Rückerstattung einreichen.
Herzschwäche abklären in Linz
Atemnot bei Belastung oder geschwollene Beine? In meiner kardiologischen Wahlarztordination in Linz kläre ich die Ursache mit Herzultraschall, EKG und Labor ab, ohne Überweisung und meist innerhalb weniger Wochen.
Falls Sie lieber telefonisch oder per E-Mail einen Termin vereinbaren möchten:
Email: ordination@kardiologie-huber.at Telefon: 0681 813 612 95