Herzrhythmusstörungen – Abklärung und Behandlung in Linz
Herzstolpern, Herzrasen oder das Gefühl, dass das Herz kurz aussetzt, gehören zu den häufigsten Gründen für einen Termin beim Kardiologen. Die meisten Rhythmusstörungen sind harmlos. Manche müssen aber behandelt werden, weil sie das Herz schwächen oder, wie das Vorhofflimmern, das Schlaganfallrisiko erhöhen. Welche Form vorliegt, lässt sich nur mit einer Aufzeichnung des Herzrhythmus klären.
In meiner Ordination in Linz kläre ich Herzrhythmusstörungen mit EKG, Langzeit-EKG und Herzultraschall ab und betreue Sie bei der Behandlung. Schrittmacherimplantationen führe ich am Klinikum Wels-Grieskirchen selbst durch, die Nachsorge erfolgt in der Ordination.
Typische Beschwerden
- Herzstolpern, Aussetzer oder ein „Umdrehen“ des Herzens
- Herzrasen, plötzlich einsetzend und plötzlich endend
- unregelmäßiger, „chaotischer“ Puls
- Schwindel, Schwarzwerden vor den Augen oder kurze Ohnmacht
- Leistungsabfall, Atemnot oder Müdigkeit ohne klare Ursache
- ungewöhnlich langsamer Puls
Rhythmusstörungen können auch völlig unbemerkt bleiben und zufällig beim Pulsmessen oder im EKG auffallen. Das gilt besonders für Vorhofflimmern.
Häufige Formen
- Extrasystolen: zusätzliche Schläge aus Vorhof oder Kammer, meist harmlos, aber oft als Stolpern spürbar.
- Vorhofflimmern: die häufigste behandlungsbedürftige Rhythmusstörung. Der Puls ist unregelmäßig und oft schnell. Unbehandelt steigt das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche.
- Supraventrikuläre Tachykardien: anfallsartiges Herzrasen mit regelmäßigem, sehr schnellem Puls, oft bei jüngeren Menschen.
- Langsame Rhythmusstörungen: Sinusknotenerkrankung oder Blockierungen der Erregungsleitung (AV-Block). Sie führen zu Schwindel, Leistungsabfall oder Ohnmacht und werden mit einem Herzschrittmacher behandelt.
- Kammertachykardien: seltener, meist bei vorgeschädigtem Herz, zum Beispiel nach einem Herzinfarkt. Sie erfordern eine rasche Abklärung.
Welche Untersuchungen sind sinnvoll?
- Ruhe-EKG: erfasst den Rhythmus im Moment der Aufzeichnung und zeigt Leitungsstörungen.
- Langzeit-EKG über 24 bis 48 Stunden: die wichtigste Untersuchung bei Beschwerden, die nur zeitweise auftreten. Ein Symptom-Tagebuch hilft, Beschwerden und Aufzeichnung abzugleichen.
- Herzultraschall: zeigt, ob eine strukturelle Herzerkrankung hinter der Rhythmusstörung steckt, etwa ein vergrößerter Vorhof, ein Klappenfehler oder eine eingeschränkte Pumpfunktion.
- Belastungs-EKG: bei Rhythmusstörungen, die unter Anstrengung auftreten.
- Laborkontrolle: Schilddrüsenwerte, Elektrolyte wie Kalium und Magnesium, Nierenwerte.
- Polygraphie: bei Vorhofflimmern, weil eine unbehandelte Schlafapnoe Rhythmusstörungen begünstigt.
- Bei seltenen Beschwerden kann eine längere Aufzeichnung oder ein implantierbarer Ereignisrekorder sinnvoll sein.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Art der Rhythmusstörung, den Beschwerden und dem Zustand des Herzens.
- Harmlose Extrasystolen brauchen oft keine Medikamente. Wichtig sind das Wissen um die Harmlosigkeit und das Vermeiden von Auslösern wie Schlafmangel, Alkohol, Koffein oder Stress.
- Vorhofflimmern: Zwei Fragen stehen im Mittelpunkt. Erstens, ob eine Blutverdünnung zum Schutz vor Schlaganfall nötig ist. Das hängt von Alter und Begleiterkrankungen ab, nicht davon, wie stark die Beschwerden sind. Zweitens, ob der Puls gebremst oder der normale Rhythmus wiederhergestellt werden soll, durch Medikamente, eine Kardioversion oder eine Katheterablation im Spital.
- Langsame Rhythmusstörungen mit Beschwerden werden mit einem Herzschrittmacher behandelt. Die Implantation erfolgt am Klinikum Wels-Grieskirchen, die regelmäßige Kontrolle des Schrittmachers und die weitere Betreuung in der Ordination.
- Begleiterkrankungen behandeln: Bluthochdruck, Schlafapnoe, Schilddrüsenstörungen und Übergewicht beeinflussen den Herzrhythmus und werden mitbehandelt.
Wann sofort ärztliche Hilfe?
Rufen Sie den Notruf 144, wenn Herzrasen mit Brustschmerz, Atemnot oder Ohnmacht einhergeht, oder wenn eine Ohnmacht ohne Vorwarnung auftritt. Diese Situationen gehören nicht in die Ordination, sondern ins Spital.
Häufige Fragen zu Herzrhythmusstörungen
Ist Herzstolpern gefährlich?
Meist nicht. Extrasystolen kommen bei fast allen Menschen vor. Abklären sollte man sie, wenn sie häufig auftreten, mit Schwindel oder Atemnot einhergehen oder wenn eine Herzerkrankung bekannt ist.
Im Langzeit-EKG war nichts zu sehen. Was nun?
Das ist ein gutes Ergebnis, zeigt aber nur den Zeitraum der Aufzeichnung. Treten die Beschwerden selten auf, kann eine längere Aufzeichnung oder ein Ereignisrekorder sinnvoll sein. Auch eine Smartwatch mit EKG-Funktion kann im Beschwerdemoment eine hilfreiche Aufzeichnung liefern.
Muss ich bei Vorhofflimmern ein Leben lang Blutverdünner nehmen?
In der Regel ja, wenn das Schlaganfallrisiko erhöht ist. Das Risiko bleibt auch dann bestehen, wenn das Vorhofflimmern gerade nicht spürbar ist oder durch eine Ablation seltener geworden ist. Ob eine Blutverdünnung nötig ist, beurteile ich anhand Ihres individuellen Risikoprofils.
Darf ich mit Herzrhythmusstörungen Sport machen?
Bei harmlosen Extrasystolen und bei gut eingestelltem Vorhofflimmern ist Bewegung ausdrücklich erwünscht. Bei strukturellen Herzerkrankungen oder Kammerrhythmusstörungen wird die Belastung individuell festgelegt, meist nach einem Belastungs-EKG.
Brauche ich eine Überweisung?
Nein. Als Wahlarzt kann ich Sie ohne Überweisung untersuchen. Die Honorarnote können Sie bei der Krankenkasse zur teilweisen Rückerstattung einreichen.
Herzrhythmusstörungen abklären in Linz
Herzstolpern oder Herzrasen? In meiner kardiologischen Wahlarztordination in Linz kläre ich die Ursache mit EKG, Langzeit-EKG und Herzultraschall ab, ohne Überweisung und meist innerhalb weniger Wochen.
Falls Sie lieber telefonisch oder per E-Mail einen Termin vereinbaren möchten:
Email: ordination@kardiologie-huber.at Telefon: 0681 813 612 95