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Ruhe-EKG (12-Kanal-Elektrokardiogramm) in Linz
Das Ruhe-EKG zeichnet die elektrische Aktivität des Herzens in körperlicher Ruhe auf. Beurteilt werden unter anderem Herzrhythmus, Durchblutungshinweise, Herzmuskelbelastungen, Leitungsstörungen und mögliche Auswirkungen von Medikamenten.
Vor Ihrem Termin
- Nicht nüchtern Sie können vorher normal essen und trinken.
- Keine Creme am Brustkorb Sonst haften die Elektroden schlechter.
- Zweiteilige Kleidung Schmuck am Hals bitte ablegen.
- Medikamentenliste und Schrittmacher- oder ICD-Ausweis, falls vorhanden.
- Etwa 5 bis 10 Minuten Befund direkt im Anschluss. Keine Überweisung nötig.
Ruhe-EKG im Überblick
- Dauer: 5–10 Minuten einschließlich Elektrodenanlage
- Aussage: Rhythmus, Frequenz, Überleitungszeiten, Lagetyp, Auffälligkeiten (z. B. Vorhofflimmern, Extrasystolen, Schenkelblock, Ischämiezeichen)
- Verfahren: schmerzfrei, keine Strahlenbelastung, keine Erholungszeit erforderlich
Was zeigt das Ruhe-EKG?
Das EKG zeichnet über zwölf Ableitungen auf, wie sich die elektrische Erregung im Herzen ausbreitet und wieder zurückbildet. Daraus lassen sich ablesen:
- Herzfrequenz und Rhythmus: normaler Sinusrhythmus, zu schneller oder zu langsamer Puls, Vorhofflimmern, Extrasystolen
- Erregungsleitung: Verzögerungen zwischen Vorhof und Kammer (AV-Block) oder in den Kammern (Schenkelblock)
- Erregungsrückbildung: Veränderungen der ST-Strecke und T-Welle als Hinweis auf eine Durchblutungsstörung, eine Entzündung oder einen Herzinfarkt
- Infarktnarben: Zeichen eines früheren, manchmal unbemerkten Herzinfarkts
- Belastung des Herzmuskels: Hinweise auf eine Verdickung der Herzwand, etwa bei langjährigem Bluthochdruck
- Medikamentenwirkung und Elektrolyte: zum Beispiel die QT-Zeit, die durch manche Medikamente verlängert wird, oder Veränderungen bei Kaliumstörungen
Das Ruhe-EKG ist eine Momentaufnahme von wenigen Sekunden. Rhythmusstörungen, die nur zeitweise auftreten, und Durchblutungsstörungen, die sich erst unter Belastung zeigen, kann es übersehen. Dafür gibt es das Langzeit-EKG und das Belastungs-EKG. Die Pumpkraft und die Herzklappen beurteilt der Herzultraschall.
Wann ist ein Ruhe-EKG sinnvoll?
- Herzstolpern, Herzrasen oder unregelmäßiger Puls
- Brustschmerzen, Luftnot, Schwindel oder Kollapsneigung
- Kontrollen bei bekannter Herzerkrankung, Bluthochdruck oder Diabetes
- Voruntersuchung oder OP-Freigabe, Therapiekontrolle (z. B. Antiarrhythmika, Betablocker)
- Schrittmacher oder ICD: Basisbeurteilung des Rhythmus (technische Gerätekontrollen separat)
Ablauf des Ruhe-EKGs
- Lagerung: Untersuchung in Rückenlage
- Elektroden: Mehrere Klebeelektroden am Brustkorb, an Armen und Beinen
- Aufzeichnung: Einige Sekunden ruhig liegen bleiben, während die Herzstromkurve mit 12 Ableitungen aufgezeichnet wird
- Befund: Ärztliche Kontrolle und Besprechung der Ergebnisse
Vorbereitung auf das Ruhe-EKG
- Am Untersuchungstag keine fetthaltigen Cremes oder Lotionen am Brustkorb verwenden
- Bequeme, zweiteilige Kleidung tragen; Schmuck am Hals ablegen
- Brustbehaarung wird bei Bedarf an kleinen Stellen rasiert
- Medikamentenliste und ggf. Schrittmacher-/ICD-Ausweis mitbringen
- Keine Nüchternheit erforderlich
Hinweise während der Aufzeichnung
- Ruhig atmen, nicht sprechen und möglichst still liegen, um Störungen der Aufzeichnung zu vermeiden
- Ein kurzes Kälteempfinden durch Elektroden oder Gel ist möglich
Befund und weitere Untersuchungen
Ich erkläre Ihnen die Befunde verständlich und wir besprechen, ob weitere Untersuchungen sinnvoll sind (z. B. Langzeit-EKG, Ergometrie oder Echokardiographie).
Häufige Fragen zum Ruhe-EKG
Tut das weh?
Nein. Das EKG misst nur, es gibt keine Stromabgabe in den Körper.
Sieht man damit jeden Herzfehler?
Das Ruhe-EKG ist eine Basisuntersuchung. Bei Bedarf folgen weitere Verfahren wie Langzeit-EKG, Ergometrie oder Echokardiographie.
Kann ich danach Auto fahren oder arbeiten?
Ja. Es gibt keine Einschränkungen – Sie können danach sofort wieder Ihrem Alltag nachgehen.
Muss ich Medikamente vorher absetzen?
Nein. Bitte nehmen Sie Ihre Medikamente wie verordnet ein. Änderungen erfolgen nur nach Rücksprache.
Wie schnell bekomme ich das Ergebnis?
In der Regel besprechen wir den Befund direkt im Anschluss. Bei komplexen Fragestellungen folgt eine ausführlichere Einordnung im Gespräch.
Mein EKG ist normal. Ist mein Herz damit gesund?
Ein normales Ruhe-EKG ist ein gutes Zeichen, aber kein Beweis. Eine Verengung der Herzkranzgefäße zeigt sich oft erst unter Belastung, und Herzklappenfehler oder eine eingeschränkte Pumpfunktion können im EKG unauffällig sein. Bei Beschwerden oder Risikofaktoren sind deshalb weitere Untersuchungen sinnvoll.
Kann man einen Herzinfarkt im EKG sehen?
Einen akuten Herzinfarkt meist ja, deshalb ist das EKG die erste Untersuchung bei Brustschmerz. Auch alte Infarktnarben hinterlassen oft Spuren. Kleine Infarkte können aber unauffällig bleiben.
Was bedeutet ein Schenkelblock?
Die Erregung breitet sich in einer der beiden Herzkammern verzögert aus. Ein Rechtsschenkelblock ist häufig harmlos. Ein neu aufgetretener Linksschenkelblock sollte mit einem Herzultraschall abgeklärt werden, weil er auf eine Herzerkrankung hinweisen kann.
Ersetzt das EKG meiner Smartwatch ein Ruhe-EKG?
Nein. Die Uhr zeichnet nur eine Ableitung auf und eignet sich gut, um Vorhofflimmern im Moment der Beschwerden festzuhalten. Für die übrigen Fragen wie Durchblutung, Leitungsstörungen oder Infarktzeichen braucht es das 12-Kanal-EKG. Bringen Sie Aufzeichnungen der Uhr gerne zum Termin mit.
Brauche ich eine Überweisung?
Nein. Als Wahlarzt kann ich Sie ohne Überweisung untersuchen. Die Honorarnote reiche ich für Sie bei der Krankenkasse zur teilweisen Rückerstattung ein.
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